Die andere Heimat ist eine Doku-Reportage über die deutschsprachige Minderheit in der rumänischen Stadt Sibiu (zu deutsch Hermannstadt). In einer knappen Stunde portraitiert der Film eine Gemeinde zwischen Tradition und Aufbruch. Was in Sibiu „deutsch“ ist, wird gepflegt: Es gibt deutschsprachige Kindergärten, ein deutschsprachiges Gymnasium, Zeitung, Tanzgruppen und sogar der Bürgermeister der Stadt ist ein Deutscher. „Deutsch sein“ ist angesehen und so schlagen viele junge Deutsch-Rumänen einen Weg ein, der sie nach dem Abitur zum Studieren nach Deutschland bringen soll. Seit dem Mauerfall haben viele junge deutschsprachige Rumänen den Ort bereits verlassen und auch heute hat dieser Trend nicht aufgehört. Zurückgeblieben sind die Alten und die, die sich auch hier vorstellen können, sich ein gutes Leben aufzubauen. Zwischen Erinnerung an vergangene Zeiten und der Pflege alter Traditionen wird auch das ambivalente Verhältnis zwischen Deutschsprachigen und Rumänen deutlich. Die Frage nach der Identität begleitet fast alle Deutsch-Rumänen. Als Rumänen sehen sie sich nicht immer, obwohl es doch im Pass steht. Deutsche sind sie aber auch nicht. Ein Film über das „Deutsch-sein“ in Sibiu zwischen Tradition und Aufbruch.

Der Film ist in Zusammenarbeit mit Jens Kösters, Manuel Pater, Janine Weißer-Gleißberg, Pablo Augusto Relly und Stefan Mursch an der Hochschule entstanden.

  • Titel: Die andere Heimat - die deutsche Minderheit in Hermannstadt
  • Position: Autorin, Kamera, Schnitt
  • Auftraggeber Hochschule Hannover
  • Produktionsjahr: 2013